Serge Lutgen
Mitglied der Geschäftsleitung

SPAREN DANK „FRÜHLINGSPUTZ“ IHRER FINANZEN

Die Scobag bot im Frühling ausgewählten Adressen eine Analyse der Finanzsituation an. In diese Expertise liessen wir unser Know-How aus der jahrzehntelangen Tätigkeit als Family Office einfliessen. Die im Kundenauftrag getätigten Vermögensanalysen zeigen, dass häufig bei folgenden Aspekten Sparpotenzial besteht:

Einkauf in die Pensionskasse
Viele Arbeitnehmer verfügen über Einkaufspotenzial in die Pensionskasse – dürfen also freiwillig zusätzlich zu den normalen Beiträgen Sonderzahlungen in die Pensionskasse einbringen. Ein solcher Einkauf darf vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden und zieht somit eine Steuerersparnis nach sich. Daraus ergibt sich oft eine attraktive Rendite auf dem einbezahlten Kapital. Die Rendite hängt u.a. von der Steuersituation, der Anzahl Jahre bis zur Pensionierung, der internen Verzinsung der Pensionskasse, der späteren Bezugsform (Rente oder Kapital aus der Pensionskasse) und der Höhe der Sonderzahlung ab. Die Rendite ist für jeden Einzelfall konkret berechenbar. Wer einen Einkauf in die Pensionskasse in Betracht zieht, sollte auf jeden Fall abklären, wie hoch der Deckungsgrad der Pensionskasse ist, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Einkäufe sollten über mehrere Jahre gestaffelt werden, um den Steuerspareffekt optimal auszuschöpfen. Zwischen einem Einkauf und einem späteren Kapitalbezug müssen zwingend drei Jahre liegen, damit die steuerliche Abzugsfähigkeit gegeben ist. Sind bei einem Ehepaar beide einer Pensionskasse angeschlossen und haben beide Einkaufspotenzial, muss man entscheiden, wann in welche Pensionskasse wieviel einzuzahlen ist.

Organisation der Säule 3a
Einzahlungen in die Säule 3a dürfen ebenfalls vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Gleich wie beim Einkauf in die Pensionskasse führt dies in den meisten Fällen zu einer attraktiven Rendite. Anders als bei den meisten Pensionskassen können Sie bei der dritten Säule selber bestimmen, wie die Gelder angelegt werden. Banken und Versicherungen bieten diverse Anlagestrategien an - von der reinen Kontolösung bis hin zum Wertschriftensparen mit einem maximalen Aktienanteil von bis zu 60%. Strategien mit höheren Aktienanteilen unterliegen zwar höheren Wertschwankungen, die Renditeerwartung ist dafür ebenfalls höher. Je jünger man mit dem Einzahlen in die Säule 3a anfängt, desto höher sollte man die Aktienquote wählen. Das jährliche Einzahlen führt zudem automatisch zu einem gestaffelten Kauf der Wertschriften. Ein wichtiger Nachteil sowohl der Säule 3a, wie auch des Pensionskasseneinkaufs, ist die Bindung des Kapitals: Es kann erst bei der Pensionierung oder in besonderen Fällen, wie beispielsweise dem Kauf von Wohneigentum, wieder bezogen werden.

Organisation der Liegenschaft
Die Finanzierungsform der eigenen vier Wände hat Einfluss auf die Steuerbelastung: Die Hypothekarzinsen dürfen vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Somit erhält man quasi einen Teil der Schuldzinsen vom Fiskus zurück. Wer genügend Eigenkapital zur Verfügung hat, um die Liegenschaft abzuzahlen, muss für sich folgende Rechnung anstellen: Kosten für die Hypothek netto nach Steuern im Vergleich zu Rendite des Kapitals netto nach Steuern. Beispiel: Kostet die Hypothek 2% brutto, ergibt das bei einem Steuersatz von 25% 1.5% netto. Vergleicht man dies mit dem Zins auf einem Konto, der aktuell überall gegen 0% beträgt, wäre eine Amortisation der Hypothek vorteilhaft. Vergleicht man den Hypothekarzins beispielsweise mit der Dividendenrendite einer Nestlé-Aktie, die mit brutto 3%, also netto 2.25%, rentiert, liegt der Vorteil diesmal bei der Alternativanlage. Wichtig ist, das unterschiedliche Anlagerisiko zu berücksichtigen. Eine weitere Möglichkeit Steuern zu sparen, liegt im Liegenschaftsunterhalt. Es ist es von Vorteil, den Unterhalt über mehrere Jahre zu staffeln, weil dann wegen der Steuerprogression die Ersparnis grösser ist. Zudem lohnt es meist, grössere Renovationen vor und nicht erst nach der Pensionierung zu tätigen.



Chancen / Risiken der Wertschriften prüfen
Der grösste Teil des Anlagerisikos wird über die Anlagestrategie gesteuert: Wie gross soll der jeweilige Anteil an Aktien, an Obligationen, an Immobilien etc. sein? Diese Frage hängt von den individuellen Bedürfnissen des Anlegers ab. Es stellt sich die Frage, welche Risiken er eingehen darf und welche Risiken er eingehen will. Eine Anlagestrategie sollte periodisch überprüft werden. Auch die Wahl der Anlageinstrumente (Fonds, ETFs (Exchange Trades Funds; passive Fonds), Direktanlagen) sollte man kritisch hinterfragen. Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Instrumente? Welche Gebühren entstehen? Im Rahmen einer Gesamtvermögensanalyse lohnt es sich, auch sein Wertschriftendepot „auf Herz und Nieren“ zu überprüfen (Gesamtrisiko, Klumpen- und Währungsrisiken, Diversifikation, Korrelation etc.).

Gesamtvermögen nicht aus den Augen verlieren
Die eingegangenen Anlagerisiken sollten im Kontext der Gesamtsituation betrachtet werden. Ein Aktienanteil von beispielsweise CHF 500‘000 ist unterschiedlich zu beurteilen, wenn es sich entweder praktisch um das gesamte Vermögen handelt oder wenn es sich um einen 20%-Anteil des Vermögens in einer Gesamtsituation handelt, in der sich die restlichen 80% des Vermögens in der Pensionskasse und dem selbstbewohnten Einfamilienhaus befinden.

Steuern nachhaltig reduzieren
Die Erfahrung der durchgeführten Analysen hat gezeigt, dass in den meisten Fällen die Steuerbelastung gesenkt werden kann. Viele Ansatzpunkte zur Verbesserung der Gesamtsituation liegen im Bereich der Steuern. Spätestens wenn die Pensionierung in Schlagdistanz rückt, sollte man auch seine Steuersituation aktiv gestalten und die Weichen für den dritten Lebensabschnitt stellen.

Nachlassregelung nicht vergessen
Auffällig ist, dass viele sich mit der aktuellen Situation beschäftigen, aber den Todesfall häufig vernachlässigen. Wie gut ist meine Frau abgesichert, wenn ich sterbe? Ist das Vermögen unter den Erben sinnvoll aufteilbar? Kann meine Frau unsere Kinder auszahlen und trotzdem ein sorgenfreies Leben führen? Diese und ähnliche Fragen müssen rechtzeitig beantwortet werden. Mit Alter 50 sollte man seinen Nachlass geregelt haben.

Analyse der Gesamtvermögenssituation
Wegen der hohen Nachfrage wurde die Aktion bis zum 31. Oktober 2015 verlängert. Die Scobag bietet Ihnen bis dahin eine kostenlose Analyse der Gesamtvermögenssituation. Rufen Sie einfach unter 061 205 12 12 an oder senden Sie eine Email an [email protected]