Serge Lutgen
Mitglied der Geschäftsleitung

Kadervorsorge: Mit 1e-Plan die Vorsorgelücke schliessen

Die Zahl der Rentner wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen: Einerseits kommt die so genannte «Babyboomer-Generation» ins Pensionsalter, andererseits steigt die statistische Lebenserwartung weiter an. Um mehr Rentner mit einer längeren Lebenserwartung zu finanzieren, müssen die Anlagerenditen steigen, was im aktuellen Negativzinsumfeld nicht einfach ist. Ein Lösungsansatz liegt in der Organisation der Vorsorge: Versicherte mit einem Lohn über CHF 127’980 können den übersteigenden Lohnanteil in der Vorsorge mit Hilfe eines 1e-Kadervorsorgeplans individuell ausgestalten. Die wichtigsten Vorteile für die Versicherten sind:

  • Individuelle Auswahl der Anlagestrategie; dabei kann man den Aktienanteil deutlich höher wählen und langfristig mehr Alterskapital aufbauen.Die gesamte Performance der Anlagen kommt dem Versicherten zu Gute.
  • Es gibt keine Solidaritätsbeiträge in die Schwankungsreserven der Pensionskasse; somit steigt das Kapital um durchschnittlich 10% bis 20%.
  • Schutz vor Umverteilung.
  • Durch eine geschickte Ausgestaltung des 1e-Vorsorgeplans entsteht die Möglichkeit, steuerbegünstigte Einkäufe zu tätigen.

Folgendes Beispiel verdeutlicht die Effekte: Hans Muster ist 45 Jahre alt und hat bisher keine Kadervorsorgelösung. Dank seines hohen Einkommens kann er neu CHF 70’000 zusätzlich versichern. Dabei entscheidet er sich für einen Vorsorgeplan mit hohem Aktienanteil und hohen Beiträgen. Die Beiträge des Arbeitgebers bleiben gleich, den Mehranteil bezahlt Herr Muster – somit entstehen dem Arbeitgeber keine Mehrkosten. Durch die Erhöhung der Beiträge wird zusätzliches Einkaufpotenzial in die Kaderpensionskasse generiert. Die Berechnungen zeigen, dass Herr Muster sein Vorsorgekapital und die darauf erzielte Nettorendite nach Steuern rund verdreifacht:

1e-Kadervorsorgelösungen sind ein verhältnismässig einfaches Konstrukt mit dem sich nicht nur Vorsorgekapital aufbauen, sondern auch Steuern sparen lässt. Wichtig ist, die Anlagestrategie auf das persönliche Risikoprofil abzustimmen.